Hämorrhoiden: Ursachen und Symptome

Was sind Hämorrhoiden? Was sind Ursache und Symptome?
Hämorrhoiden können schmerzhaft sein!

Viele Menschen haben ein Hämorrhoidalleiden, aber die wenigsten sprechen darüber. Was sind überhaupt Hämorrhoiden und welche Ursachen und Symptome gibt es?

Wenn dir jemand erzählt, dass er Hämorrhoiden hat, so kannst du getrost erwidern „Ich auch“, denn jeder Mensch besitzt diese Schwellkörper, die in der Schleimhaut des Enddarms ein dichtes Gefäßpolster bilden und physiologischerweise zusammen mit dem Schließmuskel mit dafür zuständig sind, diesen abzudichten. Jedoch geht diese anatomische Tatsache in unserer Sprache mit der krankhaften Vergrößerung der Hämorrhoiden einher, in deren Folge sich das Blut in den Gefäßpolstern staut und nicht mehr ungehindert abfließen kann. Es entstehen knotenähnliche Vorwölbungen der Schleimhaut, die zu Beschwerden wie Juckreiz, Nässen, Blutungen und Schmerzen führen können.

Ursachen für Hämorrhoiden

Ein Hämorrhoidalleiden entsteht, wenn der Enddarm oder besser gesagt der Analbereich oft unter hohem Druck steht, wie beispielsweise bei starkem Pressenmüssen beim Stuhlgang oder auch bei Tendenz zu Verstopfung. Meistens kommt als begünstigender Faktor noch eine Bindegewebsschwäche hinzu. Eine Kombination von Krampfadern und einem Hämorrhoidalleiden ist nicht selten. Weitere fördernde Faktoren für Hämorrhoiden können Übergewicht, eine überwiegend sitzende Tätigkeit und Schwangerschaft sein. Während Übergewicht und sitzende Tätigkeiten mit der oft damit einhergehenden Darmträgheit in Zusammenhang gebracht werden, lockert sich bei Schwangeren das Bindegewebe aufgrund der hormonellen Umstellung. Weiterhin erhöht sich mit zunehmendem Wachstum des Embryos der Druck im Bauchraum.

Hämorrhoiden: Symptome

Die Symptomatik ist abhängig vom Ausmaß des Hämorrhoidalleidens, welches in vier Stufen eingeteilt wird. Beim ersten Grad sind die Hämorrhoiden äußerlich noch nicht sichtbar. Der Betroffene hat noch keine Schmerzen und bemerkt ein eventuelles hämorrhoidales Problem lediglich durch zeitweilige hellrote Blutauflagen auf dem Stuhl oder auch nur auf dem Toilettenpapier. Manchmal ist auch ein leichter Juckreiz im Afterbereich vorhanden.

Im zweiten Stadium sind die knötchenartigen Schwellungen größer und können zeitweise vor die Afteröffnung treten. Weitere Anzeichen sind auch hier Blutungen beim Stuhlgang, die sich als Auflage auf dem Kot oder aber auch durch Nachtröpfeln zeigen können, Schmerzen, Juckreiz, Brennen, entzündlich gerötete Haut und Nässen im Afterbereich und das Gefühl einer nicht ganz vollständigen Stuhlgangentleerung oder auch ein Fremdkörpergefühl.

Ab dem dritten Stadium fallen die Hämorrhoidalknoten nicht nur beim Stuhlgang, sondern auch spontan vor die Afteröffnung und können sich nicht mehr von selbst zurückziehen. Alle bereits beschriebenen Beschwerden sind verstärkt. Hinzu kann ein ungewollter Abgang von Kot stattfinden, typisch sind auch Absonderungen von Schleim, nicht nur beim Stuhlgang, sondern auch spontan.

Perianalthrombosen – ein Risiko bei Hämorrhoidalleiden

Bei vor die Analöffnung getretenen Hämorrhoiden besteht die Gefahr, dass sie sich regelrecht abklemmen können. In den Gefäßen des Knotens entsteht ein Blutstau, der wiederum das Blut in den abfließenden Venen langsamer fließen lässt , wodurch sich Blutgerinnsel bilden und zum Verschluss der Vene führen können. Dieser Vorgang ist meist mit starken Schmerzen verbunden. In diesem Falle sticht der Arzt die gestaute Vene an und drückt sie aus.

Härmorrhoiden rechtzeitig behandeln

Hämorrhoiden sind keine schlimme Erkrankung, so unangenehm und belastend sie auch sein können. Je früher sie therapiert werden, desto schneller und besser ist der Behandlungserfolg. Viele Betroffene scheuen sich jedoch, mit ihrer Problematik den Arzt aufzusuchen. Fakt ist jedoch: Je weiter fortgeschritten das Hämorrhoidalleiden ist, desto schwieriger und aufwändiger ist die Therapie. Blut auf oder im Stuhl oder beim Stuhlgang bedarf auf jeden Fall der ärztlichen Abklärung, da dieses Symptom auch ein Hinweis auf eine ernste, sofort zu behandelnde Erkrankung sein kann.

Bitte beachte, dass ein Blogartikel niemals ärztlichen Rat ersetzen kann!

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